Moor-Biotope am Steinhuder Meer 

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Wissenswertes über Moorbiotope

Der hohe Wasserstand im Moorbiotop verhindert eine Zersetzung der Pflanzen-Reste wodurch in einem langen Prozeß Torf ent-
steht.Torfmoose bilden die Grundlage für andere Moorpflanzen, es entsteht Schwingrasen auf dem Pflanzen wie die Moosbeere oder die Glockenheide wachsen können. Die Bildung eines gesunden Hochmoores ist ein langsamer Prozeß der Jahrhunderte in Anspruch nimmt. Durch die nur im Moor vorkommenden seltenen Tiere und Pflanzen sollten Hochmoore unseren besonderen Schutz genießen. Gesunde Moore binden mehr CO2 als vergleichbarer Regenwald, ein weiterer Grund um sich für den Erhalt dieser wertvollen Lebensräume einzusetzen.

Das Rehburger Moor

Westlich vom Steinhuder Meer liegt das Rehburger Moor. Während der Saale-Eiszeit entstanden Stauchmoränen (wallartige Gesteins-Aufschüttungen) zwischen denen sich das Wasser sammelte. Im Laufe der Jahrtausende entstand ein Feuchtgebiet das heute Rehburger Moor genannt wird. Wie an vielen anderen Stellen in Niedersachsen wurde auch das Rehburger Moor zum Torfabbau genutzt. Um den Hochmoor-Charakter wieder herzustellen wurden die Flächen seit 1976 wiedervernäßt und renaturiert.


Totes Moor - Wunstorfer Moor

Das ca. 650 ha große Wunstorfer Moor liegt östlich vom Steinhuder Meer, im Norden grenzt es an das Tote Moor. Dieser Moor-Verbund stellt einen wichtigen Lebensraum für bedrohte Tiere und Pflanzen dar. Der industrielle Torfabbau am Steinhuder Meer hat die Biotope stark beschädigt, mittlerweile wurden einige Flächen wiedervernäßt und renaturiert, in anderen Bereichen wird die Abtorfung fortgesetzt.

Das Hagenburger Moor

Nordwestlich von Hagenburg befindet sich das Hagenburger Moor. Durch einen Verlandungsprozeß entstanden hat dieses Biotop eher Niedermoorcharakter. Im Gegensatz zum Wunstorfer Moor ist dieses Feuchtgebiet nicht gut erschlossen, da der feuchte Bruchwald recht undurchdringlich ist. Außerdem handelt es sich um ein Naturschutzgebiet welches nur begrenzt zugänglich ist. Im Nordwesten geht das Hagenburger Moor in die Meerbruchswiesen über.

Moorpflege

Um die typische Moorvegetation zu erhalten sollten die Flächen möglichst baumfrei sein, da Baumbewuchs dem Moor zuviel Wasser entzieht. Es ist eine besondere Pflege nötig um den typischen Hochmoor-Charakter zu erhalten, die Bäume müssen kleingehalten werden (Entkusselung).