Das Steinhuder Meer und die Schaumburger Riesen

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In uralten Zeiten lebten in der Gegend des Steinhuder Meers mehrere Riesen, die in großen Karren Steine und Sand von der Nordsee herangebracht haben sollen, um die Berge an der Weser aufzuhäufen. Bei dieser Arbeit hatte ein Riese Sand in die Schuhe bekommen. Als er sie ausschüttete entstanden die Rehburger Berge. Mit dem anderen Fuß sank er dabei so tief in das Moor ein, daß er ihn nur mit Mühe wieder heraus bekam. In der Fußspur aber sammelte sich das Wasser, das heute Steinhuder Meer heißt.

Andere erzählen, daß im Grinderwald zwischen Eilvese und Linsburg viele Zwerge lebten, die in den Wurzeln der Eichen und Kiefern wohnten und den Riesen so manchen Streich spielten. Deshalb wurde ein Riese einmal so wütend, daß er Bäume ausriß, um die Wohnungen der Zwerge zu zerstören. Vor Angst liefen diese fort, doch als sie aus dem Wald hervorkamen, bemerkte sie der Riese und stampfte die Kleinen mit einem Tritt in den Boden, wobei ein großes Loch zurückblieb. Das füllte sich dann mit den Tränen der Zwerge und wurde so zum Steinhuder Meer.

Der Riese schüttete aber erst einmal den Sand aus dem Schuh, wodurch der Weiße Berg zwischen dem großen Moor und Mardorf entstand.

Quelle: Die schönsten Sagen aus Hannover und Umgebung
von Helmut Zimmermann